Was das Modell sieht — und was es nie sieht
Künstliche Intelligenz ist in Praxissoftware meistens ein Werbewort. Hier ist sie eine klar begrenzte Funktion: Sie formuliert Abschnitte, die Sie vorgegeben haben, aus Daten, die Sie erfasst haben. Alles Übrige bleibt außen vor — nachlesbar auf dieser Seite.
Was übergeben wird
| Geht an das Modell | Bleibt in der Praxis |
|---|---|
| Tierart, Rasse, Geschlecht, Alter, Gewicht | Name des Tieres |
| Ausgefüllte Werte aus Befundbogen und Verlaufskontrolle | Name und Anschrift des Halters |
| Textinhalt einer ausgewählten tierärztlichen Unterlage | Alle übrigen Dokumente der Akte |
| Abstand zum Ereignis in Tagen | Terminhistorie, Rechnungen, Kontaktdaten |
| Die von Ihnen vorgegebenen Abschnittsüberschriften | Ihre gesamte übrige Datenbank |
Das Modell schreibt einen Platzhalter, wo der Tiername stehen soll; eingesetzt wird er erst nach der Antwort aus Ihrer Akte. Der Grund ist nicht nur Datenschutz: Genau an dieser Stelle sind früher in Word-Vorlagen fremde Hundenamen hängen geblieben. Ein Name, der nie hineingeht, kann auch nicht aus einem anderen Fall zurückkommen.
Fünf Grenzen, die im Code stehen
Nicht als Bitte im Prompt, sondern als Regeln, die vor der Anfrage geprüft werden. Greift eine, geht sie als verbindliche Vorgabe mit und erscheint zusätzlich für Sie sichtbar im Cockpit:
- gereizte Wunde
- Eingriff liegt weniger als vierzehn Tage zurück
- fehlende Belastung oder Lahmheitsgrad 4–5
- neurologischer Befund
- tierärztliche Einschränkung oder fehlende Belastungsfreigabe
Ein Modell, das eine Regel in neun von zehn Fällen befolgt, reicht für eine Belastungsempfehlung nach einer Operation nicht. Deshalb sind diese Grenzen kein Text, sondern Programmlogik.
Was die KI nicht darf
- Keine Gliederung erfindenReihenfolge und Überschriften kommen aus Ihren Einstellungen. Sonst sähen zwei Berichte im Abstand von Monaten unterschiedlich aus.
- Nicht in die Akte schreibenEin Entwurf ist ein Entwurf, bis Sie speichern. Es gibt keinen automatischen Übertrag.
- Keine Diagnose stellenDie Vorgaben untersagen tierärztliche Diagnosen und Heilversprechen. Das ist auch der Grund, warum der frei einstellbare „Ton“ ausdrücklich nachrangig behandelt wird — er kann die Regeln nicht aushebeln.
- Nicht aus Ihren Daten lernenIhre Praxisdaten fließen nicht in Modelltraining. Weder bei uns noch beim Anbieter — das ist Bestandteil der Auftragsverarbeitung.
Kontingent und Kosten
Enthalten sind 40 Entwürfe im Monat, im Tarif Team 100. Danach kostet ein Paket mit 40 weiteren Entwürfen 15 €. Gezählt werden erzeugte Entwürfe, auch verworfene — sie haben Rechenzeit gekostet. Ohne den Block erscheint die Schaltfläche gar nicht; die Abschnitte lassen sich dann von Hand schreiben.
Ohne KI arbeiten
Das gesamte Berichtswesen funktioniert ohne Sprachmodell: feste Gliederung, eigene Texte, gleiche Ausgabe als PDF oder Word. Wer KI grundsätzlich nicht einsetzen möchte, verzichtet auf den Entwurf und verliert sonst nichts.
Offen: Die vertragliche Festlegung auf EU-Verarbeitung beim Modellanbieter wird vor dem Start der ersten Pilotpraxis abgeschlossen. Bis dahin wird der Entwurf für neue Praxen nicht freigeschaltet.
Sehen, ob es zu Ihrer Praxis passt
Wir zeigen das Cockpit an einem echten Ablauf: Termin, Behandlung, Bericht, Rechnung. Danach wissen Sie, was es kann und was nicht.
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