Ein Stück, ein Zeitraum, ein Halter
Laser, Decke und was die Praxis sonst mitgibt: Der Verleih belegt Tage, nicht Uhrzeiten. Deshalb hat er eine eigene Bahn — getrennt vom Terminkalender, verbunden mit Rechnung und Kaution.
Warum der Verleih nicht im Terminkalender steht
Der Kalender beantwortet: Wer kommt um welche Uhrzeit in welchen Raum? Der Verleih beantwortet eine andere Frage: Welches Stück ist von welchem Tag bis zu welchem Tag bei wem? Eine Decke für zwei Wochen als Termin einzutragen, würde die Woche unlesbar machen und die nächste Buchung nicht zuverlässig stoppen.
- Woche und MonatEine Zeile je Stück, ein Kästchen je Tag. Reserviert, bezahlt, draußen, überfällig, in der Behandlung oder in der Werkstatt — auf einen Blick.
- HeuteDie Liste des Tages: Abholung, Rückgabe, überfälliges Gerät. Dieselbe Information steht als eine Zeile auf dem Tagesplan, wenn an dem Tag etwas fällig ist.
- Antippen belegt oder öffnetEin freies Kästchen legt die Reservierung auf diesem Stück und diesem Abholtag an. Ein belegtes öffnet den Verleih mit Rechnung, Verlängerung und Rückgabe.
Was ein Stück ist
Jedes verleihbare Gerät ist ein eigener Datensatz. Die Preise stehen am Stück, nicht in einem allgemeinen Leistungskatalog — derselbe Laser kann einen anderen Wochenpreis haben als die Decke daneben.
| Angabe | Wofür |
|---|---|
| Bezeichnung | So, wie die Praxis das Stück im Alltag nennt |
| Tages-, Wochen- und Monatspreis | Die Einheit wird bei der Reservierung gewählt. Der Preis ist Stückpreis mal Anzahl |
| Kaution | Vorschlag bei der Reservierung, am einzelnen Verleih noch änderbar |
| Einsatz | Frei, oder Werkstatt. Werkstatt sperrt neue Reservierungen |
| Auch in der Behandlung | Dasselbe Stück darf ein Termin belegen. An dem Tag ist es nicht verleihbar |
| Aktiv | Ein benutztes Stück wird abgeschaltet, nicht gelöscht. Alte Verleihe bleiben lesbar |
Angelegt und geändert wird das in der Leitung, über den Knopf „Gerät“ auf der Verleihseite. Preise gelten für die nächste Reservierung; ein laufender Verleih behält den Betrag, mit dem er entstanden ist.
So läuft ein Verleih
Die Bahn lesen
| Stand | Was er bedeutet |
|---|---|
| Reserviert | Gespeichert, Miete noch offen. Das Stück ist trotzdem blockiert |
| Bezahlt | Rechnung ausgeglichen, noch nicht ausgegeben |
| Draußen | Beim Halter. Abholung ist passiert |
| Überfällig | Rückgabetag vorbei, Stück noch draußen |
| Konflikt | Überfällig, und die nächste Belegung hat schon begonnen. Die folgende Reservierung bleibt bestehen |
| In der Behandlung | Ein Termin belegt das Stück an diesem Tag. Verleih und Behandlung teilen sich dasselbe Gerät |
| Werkstatt | Keine neue Reservierung, bis das Stück wieder auf Frei steht |
Reservierung und Verlängerung
Eine gespeicherte Reservierung ist eine echte Belegung, kein Merkzettel. Deshalb gelten ein paar feste Regeln, die man sonst im Kalender von Hand nachhalten müsste:
- Zwei Tage Halt. Eine unbezahlte Reservierung fällt nach zwei Tagen weg, spätestens am Abholtag. Liegt die Abholung näher, bleibt sie bis dahin stehen — sonst wäre eine Buchung für morgen schon am Abend wieder frei. Solange sie steht, gilt die Grenze für alle anderen.
- Verlängern endet vor der nächsten fremden Belegung. Der letzte mögliche Tag ist der Tag vor der Reservierung einer anderen Person. Die Vorschau bietet genau dieses Ende an, statt den Wunsch still zu kürzen.
- Die eigene Folge-Reservierung geht auf. Hat derselbe Halter das Stück schon für die Tage danach reserviert, wird dieser Eintrag in die Verlängerung aufgenommen. Eine noch offene Miete dieser Reservierung wird storniert, eine bezahlte Rechnung hängt am verlängerten Verleih weiter.
- Bezahlte Tage zählen nicht doppelt. Wer schon eine Woche bezahlt hat und verlängert, zahlt nur die zusätzlichen Tage.
- Wochen- und Monatspreis nur bei passendem Zeitraum. Drei zusätzliche Tage sind keine Woche. Dann gilt der Tagespreis. Woche und Monat werden berechnet, wenn der Zeitraum genau darauf landet.
- Überfällig hebt die nächste Reservierung nicht auf. Kommt das Stück zu spät zurück, bleibt die folgende Buchung stehen. Die Bahn zeigt den Konflikt, damit die Praxis den Halter anruft — das Programm entscheidet das nicht still.
Miete, Kaution, Schaden
Drei Geldbeträge, drei verschiedene Wege. Das ist der Punkt, an dem ein Verleih in der normalen Rechnung sonst schiefgeht: Kaution ist kein Umsatz, Schaden schon.
| Was | Wie es gebucht wird | Wann |
|---|---|---|
| Miete | Normale Rechnung, Steuersatz der Praxis. Eine kostenpflichtige Verlängerung hängt eine weitere Rechnung an denselben Verleih | Beim Reservieren. Ausgabe erst nach Zahlung |
| Kaution | Saldo am Verleih: erhalten, verrechnet, offen. Keine Rechnungszeile und keine zweite Zahlungsbuchung — sonst erschiene dasselbe Geld zweimal | Bei der Ausgabe. Auszahlung wird am Verleih vermerkt |
| Schaden | Eigene Rechnung über den Bruttobetrag, den die Praxis setzt. Davon wird höchstens der offene Kautionssaldo als Zahlung gebucht. Der Rest der Kaution geht zurück | Bei der Rückgabe, nur wenn ein Betrag eingetragen ist |
Für die Buchhaltung: Umsatzsteuer entsteht auf der Miete und auf einer Schadenrechnung. Die Kaution selbst ist ein durchlaufender Betrag am Verleih. Die Einzahlung erzeugt deshalb keine eigene Rechnung.
Dasselbe Stück in der Behandlung
Ein Laser, der vormittags in der Praxis steht und nachmittags mit nach Hause geht, ist ein Stück — nicht zwei Listen. Der Haken „auch in der Behandlung“ verbindet Verleih und Termin:
- Liegt an einem Tag ein Behandlungstermin auf dem Gerät, ist es an dem Tag nicht verleihbar.
- Ein verliehenes Stück lässt sich nicht auf einen Termin legen.
- Zwei Termine am selben Tag dürfen es nur nacheinander nutzen.
- Auf der Bahn erscheint der Behandlungstag als eigene Markierung, damit niemand darüber hinweg reserviert.
Räume bleiben davon unberührt. Welcher Raum zu welcher Terminart gehört, steht weiter unter Termine & Kalender. Der Verleih plant das Stück, der Kalender die Uhrzeit.
Was bewusst nicht passiert
- Halter buchen das Gerät nicht selbstDie Online-Buchung bleibt bei Terminen. Ein Verleih entsteht in der Praxis, mit Halter aus der Kundensuche.
- Keine automatische MahngebührÜberfälligkeit ist sichtbar. Eine Gebühr setzt die Praxis selbst, wenn sie eine haben will — als weitere Rechnung, nicht als stiller Aufschlag.
- Keine Kaution auf der MietrechnungSonst würde die Rückzahlung wie eine Gutschrift auf Umsatz aussehen. Der Saldo bleibt am Verleih.
- Kein Löschen benutzter GeräteAbschalten nimmt das Stück aus neuen Reservierungen. Die Historie, welche Decke wann bei wem war, bleibt.
Häufig gefragt
Wann ist das Gerät wieder frei?
Was passiert, wenn die Miete nicht kommt?
Kann ich mitten in der Woche verlängern?
Wohin geht die Kaution in der Buchhaltung?
Darf ich ein Behandlungsgerät verleihen?
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