Konstitution, Mittel, Potenz. Am Tier, nicht im Heft.
Wer homöopathisch arbeitet, schreibt viel auf, bevor das erste Mittel fällt: Modalitäten, Gemüt, Verlangen, Auslöser. Danach Potenz, Gabe, Kur und die Rückmeldung des Halters. Das Cockpit gibt dafür Felder in Ihrer Sprache — und hält sich aus der Mittelwahl heraus.
Die Anamnese, die Sie ohnehin führen
Die Erstanamnese der Heilpraxis bringt Felder mit, die ein Physio-Bogen nicht kennt. Sie schalten an, was Sie fragen, und lassen den Rest aus.
- ModalitätenBesser oder schlechter bei Wärme, Kälte, Bewegung, Ruhe, Liegen, Wetterwechsel — als Auswahl, dazu die genauere Beobachtung im Freitext.
- Gemüt und VerhaltenÄngste, Eifersucht, sucht Trost, Rangordnung. Wie das Tier auf Zuwendung reagiert, steht neben dem, was der Halter beobachtet.
- Verlangen und AbneigungenFutter, Wasser, Wärme, Liegeplatz. Ausscheidungen, Zyklus und Läufigkeit, wo sie passen.
- Auslöser und VorgeschichteSeit wann, nach welchem Ereignis. Impf- und Wurmkurverlauf mit Reaktionen, frühere naturheilkundliche Behandlung, Nebenwirkungen bisheriger Medikamente.
Arbeitsweise Homöopathie
Konstitution und Leitsymptome
Die Konstitution ändert sich nicht mit jedem Termin. Deshalb steht die Anamnese in jeder Folgebehandlung zum Nachschlagen daneben — Mittel, Miasma und Begründung haben Sie vor Augen, ohne zu blättern.
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Konstitutionsmittel | Ihr Mittel, frei geschrieben |
| Miasmatische Belastung | Psora, Sykose, Syphilinie, Tuberkulinie — Mehrfachauswahl |
| Konstitution — Begründung | Warum Sie so einordnen, im Freitext |
| Leit- und Schlüsselsymptome | Was den Fall trägt |
| Körperbau-Typ (eigene Arbeitsweise) | leptosom, athletisch, pyknisch, Mischform |
Die Arbeitsweise schalten Sie unter Einstellungen → Grundeinstellungen an. Wer nicht homöopathisch arbeitet, sieht keines dieser Felder. Sind die Namen anders, als Sie sie gelernt haben, benennen Sie sie um.
Gabenschema
Potenz, Darreichung, bis wann
Potenz, Darreichung, Menge, Häufigkeit und Enddatum sind eigene Felder, kein Freitext. Auf dem Blatt für den Halter steht dann eine Zeile, die man zu Hause versteht: „Arnica D12 · 5 Globuli · 3× tägl. · bis 30.10.“
Hat die Gabe ein Enddatum, legt das Speichern eine Wiedervorlage an diesem Tag an: Kur endet, Rückmeldung holen. Verschieben Sie das Datum, wandert die Wiedervorlage mit.
- D-, C- und LM-Potenzen, Globuli, Tabletten, Tropfen
- Empfohlen, angewendet oder mitgegeben — nur das Mitgeben bucht den Schrank
- Charge und MHD stehen auf dem Blatt, wenn die Packung mitgeht
Der Bericht schreibt keine Mittel dazu
Die Berichtsfassung Tierheilpraxis hat Abschnitte für Konstitution, bisherige Verfahren, Mittelwahl, Gabenschema, Reaktion und die Zusammenarbeit mit dem Tierarzt. Der Entwurf nimmt, was in Ihren Bögen steht.
Was dort nicht steht, erfindet er nicht: kein Repertorium, keine Typenzuordnung, keine Potenz und kein Mittel aus dem Nichts. Diese Regel steht im Code vor jedem Stilwunsch.
- Konstitution nur, wenn sie im Bogen steht — mit ihrer Lehre benannt
- Kurzer Halterbrief daneben: Anlass, Gabe, was beobachten
- Nichts landet in der Akte, bevor Sie speichern
Was das Cockpit nicht tut: Es repertorisiert nicht, schlägt keine Mittel vor und bewertet keine Methode. Unter Artikel liegen gängige Mittelnamen zum Anlegen bereit — ohne Potenz, ohne Indikation. Was Sie geben, entscheiden Sie.
Häufig gefragt
Gibt es ein Repertorium im Programm?
Nein, und es kommt keins dazu. Das Cockpit dokumentiert Ihre Fallaufnahme und Ihre Mittelwahl. Repertorisieren Sie mit dem Werkzeug, das Sie kennen, und tragen Sie das Ergebnis ein.
Kann ich nach Kent, Boenninghausen oder klassisch-naiv arbeiten?
Die Felder schreiben keine Schule vor. Modalitäten, Leitsymptome und Begründung sind offen genug für jede Fallaufnahme. Fehlt ein Feld, legen Sie es unter Einstellungen an.
Wo liegen die Globuli?
Im Schrankbuch am Artikel, mit Charge und MHD. Empfehlen ändert den Bestand nicht, Mitgeben bucht ihn. Gabenschema →
Sieht der Halter meine Konstitutionsnotizen?
Nein. Der Halter sieht im Konto Termine, Rechnungen, sein Tagebuch und was Sie ihm geschickt haben — Gabenschema, Futterzettel, Halterbrief. Die Anamnese bleibt in der Praxis.
Sehen, ob es zu Ihrer Praxis passt
Wir zeigen das Cockpit an einem echten Ablauf: Termin, Behandlung, Bericht, Rechnung. Danach wissen Sie, was es kann und was nicht.
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